
Der Torre del Oro ist das bekannteste Wahrzeichen des Flussufers von Sevilla am Guadalquivir und eines der am besten erhaltenen mittelalterlichen Bauwerke Andalusiens. Zwischen 1220 und 1221 während des Almohadenkalifats erbaut, gehörte dieser zwölfeckige, 36 Meter hohe Turm zum Verteidigungssystem der Stadt: Mithilfe einer dicken Eisenkette, die bis zum Ufer von Triana gespannt wurde, versperrte man feindlichen Schiffen den Weg auf dem Fluss. Der Name geht der Überlieferung nach auf die goldenen Kacheln zurück, die ursprünglich den oberen Teil des Turms bedeckten und auf dem Wasser glänzten. Im Inneren beherbergt er heute das Museo Marítimo de Sevilla mit Seekarten, Schiffsmodellen, nautischen Instrumenten und Objekten aus der Carrera de Indias. Von der oberen Terrasse bieten sich prächtige Ausblicke auf den Fluss, die Triana-Brücke und das Viertel Arenal.
Paseo de Cristóbal Colón, s/n, Sevilla


